Seit 2015 treiben Felix Mayrl und Olivier Colin vom Fotokollektiv "Kollektiv-Lumen" mit ihrem IRIS PROJECT ein bahnbrechendes Vorhaben in der zeitgenössischen Fotografie voran. Diese Initiative erforscht die Einzigartigkeit der menschlichen Iris und verwandelt sie in eine Linse, durch die die Vielfalt und Schönheit der Menschheit vergrößert werden. Durch ihre Arbeit streben sie danach, eine universelle Verbindung zwischen allen Menschen herzustellen, indem sie die in jeder Iris eingeschlossene Individualität hervorheben.
Angetrieben von einer Mischung aus künstlerischer Neugier und technischem Können, haben Mayrl und Colin ein spezielles Kamerasystem selbst entwickelt. Dieses System erfasst die komplizierten Details der Iris und enthüllt ihre komplexen Muster und lebendigen Melaninfarben, die sie als die "dreidimensionale Landschaft" im Auge beschreiben. Jedes Foto ist ein intimes Porträt der Identität eines Individuums, das die Iris als ein einzigartiges Stück natürlicher Kunst präsentiert.

Von ihrem Studio in Leipzig aus kombiniert Kollektiv-Lumen verschiedene Disziplinen wie Optik, Lichttechnik und 3D-Druck, um die Grenzen dessen, was mit fotografischer Technologie erreicht werden kann, zu erweitern. Ihr innovativer Ansatz hat ihnen 2018 den Innovationspreis der Handwerkskammer zu Leipzig eingebracht, in Anerkennung ihrer Beiträge zu Technologie und kreativer Fotografie.

Das IRIS PROJECT hat internationale Anerkennung gefunden, mit Ausstellungen in Städten wie Stockholm, Dubai und Singapur. An jedem Ort, von der "Human - Nature"-Ausstellung im Red Dot Museum bis zu den Filmfestspielen von Cannes, zeigt Kollektiv-Lumen die tiefe Verbindung zwischen individueller Identität und universeller Menschlichkeit durch die Linse der Iris. Dieses Projekt ist nicht nur eine Demonstration technologischer Innovation, sondern eine Feier der persönlichen und kollektiven Geschichten, die uns definieren.
