Infrarotlicht ist für menschliche Augen nicht sichtbar, da diese nur auf Licht innerhalb des sogenannten "sichtbaren Spektrums" reagieren. Infrarot liegt außerhalb dieses Bandes, und die Faszination für Infrarotfotografie führte COOPH Master zum selben Ort, um denselben Baum zu verschiedenen Zeiten im Jahr zu fotografieren.
Infrarotfotografie ist zugänglicher geworden und bietet eine ganz neue Dimension kreativer Möglichkeiten. Es gibt ein paar Dinge, die man braucht, um anzufangen; zum Beispiel sind Filter unerlässlich, da sie verhindern, dass sichtbares Licht auf den Sensor trifft, während sie das Infrarotlicht durchlassen. Wir wollten mehr wissen! Also fragten wir Lorenz nach seinem Setup…

Juni

August
Welche Kamera benutzt du?
Ich mache meine Infrarotbilder mit einer umgebauten Vollspektrum Canon 700D.
Fotografierst du analog oder digital? Welchen Filter hast du?
Früher habe ich Aerochrom 120 Rollfilm mit meiner Hasselblad fotografiert, aber der Film wird nicht mehr von Kodak hergestellt, so dass der Preis für die noch verfügbaren Restfilme durch die Decke ging. Das war der Grund, warum ich auf eine umgebaute digitale Version umgestiegen bin.
Ich benutze einen 642nm Filter, weil ich nicht das gesamte sichtbare Licht blockieren möchte, sonst hätten die Bilder keine Farbe und wären mehr oder weniger schwarz-weiß, wobei nur das IR sichtbar wäre.

September

Oktober
Wie hast du die Technik entdeckt und was fasziniert dich daran?
Wie gesagt, ich habe früher IR-Film benutzt und war fasziniert davon, Dinge zu fotografieren, die meine Augen nicht sehen konnten. Das Coole an der IR-Fotografie ist, dass man Dinge sichtbar machen kann, die IR-Licht reflektieren, zum Beispiel jede aktive Pflanze, die Photosynthese betreibt.
Der Film wurde früher für die Luftbildfotografie verwendet, wenn ein Flugzeug über einen Wald flog und mit Hilfe der IR-Fotografie die Menschen sehen konnten, ob der Wald in gutem oder schlechtem Zustand war, je nachdem, wie viel IR-Licht von den Blättern reflektiert wurde.

November

Dezember
Das hat mich sehr fasziniert. Man betrachtet eine Szene, die im sichtbaren Licht sehr homogen aussieht, aber wenn man dieselbe Szene unter IR-Licht sieht, kann man all die kleinen Dinge sehen, die aktiv sind oder nicht.
Wie hast du dieselbe Stelle markiert und gefunden, um die Bilder über ein Jahr lang zu machen?
Ich habe einfach einen Stock in den Boden gesteckt, um die Mitte meines Stativs zu markieren, und dann habe ich den Baumstamm immer auf denselben Autofokuspunkt gelegt, wenn ich dort war. So hatte ich immer denselben Bildausschnitt für die ganze Serie.

Januar

April
Für mehr folgt Lorenz auf Instagram!