Der Berliner Fotograf Anton Hangschlitt entführt den Betrachter unter die Oberfläche – im wahrsten Sinne des Wortes. Ausgestattet mit seiner Leica M6 und einem geschulten Blick für übersehene Ecken, enthüllt Antons Arbeit eine eindringliche Stille in den U-Bahn-Stationen der Hauptstadt. Von kräftigen orangefarbenen Korridoren bis hin zu gespenstisch stillen Bahnsteigen verwandeln seine analogen Kompositionen die alltägliche Infrastruktur in filmische Vignetten.
Antons ausschließlich auf Film aufgenommene Bilder widersetzen sich der hochglanzpolierten Ästhetik der Digitalfotografie. Stattdessen vibrieren sie mit Korn, Schatten und der stillen Geometrie der Einsamkeit. Seine U-Bahn-Porträts wurden in Zines, Ausstellungen und nun auch bei COOPH gezeigt – und rücken das Unbeachtete in einen scharfen, emotionalen Fokus.
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