Der in Jakarta lebende Fotograf Hengki Koentjoro konzentriert sich typischerweise auf die Natur und nutzt dabei die Schwarz-Weiß-Fotografie als sein bevorzugtes Medium. In seiner markanten, charakteristischen Einfachheit bewahrt Hengki auf filigrane Weise die Essenz seiner alltäglichen Umgebung.
In diesem „Profolio“ hat Hengki Bilder aus jeder seiner Serien handverlesen und bietet zu jedem Bild ein paar Worte...
Das Brechen einer Welle erzählt unzählige Geschichten über die Geheimnisse des Ozeans, über die vielfältigen Launen der Natur. Das Brüllen zeigt eine ausdrucksstärkere Seite des Meeres, eine Zeit, in der sie ihr ruhigeres Ich ruhen lässt. Es ist eine Erinnerung an eine universelle, ewige Bewegung, an der wir alle teilhaben, ein sich ständig weiterentwickelnder Zyklus von Schöpfung und Zerstörung.
Dieses Bild stammt aus der Serie „Waterscape“.
In ihren verschiedenen Erscheinungsformen dient das Wasser in dieser Serie als bezaubernde Kulisse für die Hauptfiguren. Es rauscht durch die Spalten einer Gruppe stoischer Felsen und tanzt um einen Wassertempel, wobei es einen mystischen Nebel erzeugt. Die Kombination aus statischen und dynamischen Elementen bildet eine Komposition mit einer Präsenzstärke, die den Rest der Welt in den Hintergrund treten lässt.

Das riesige Inselgebiet Indonesiens beherbergt eine Vielzahl von Meereslebewesen. Unter den fast 17.000 Inseln, die sich von West nach Ost erstrecken, ist die Vielfalt des Meereslebens weltweit unübertroffen.

Das Eintauchen in die Stille unter Wasser ist ein Abenteuer in einer anderen Welt voller eklektischer Unterwasserschönheiten und eine Wertschätzung der Schöpfung des Lebens – eine Gelegenheit, die nichts weniger als eine glorreiche Ehre ist.
In der schieren Abwesenheit von Licht spielt der Schatten seinen hinterhältigen Streich und hüllt die Szene in reichlich feines schwarzes Pulver. Doch die Erde bleibt unbeeindruckt von diesem kleinen Unfug.
Wenn überhaupt, verleiht das Fehlverhalten der Natur nur einen dramatischen Flair, eine unnahbare Ausstrahlung und Raum für Neugier, denn nichts birgt das Versprechen eines Geheimnisses so innig wie die Dunkelheit.

Ruhe in der Abwesenheit von Überfluss ist ein Tor zu einer Dimension von Bedeutungen, die über die bloße visuelle Wahrnehmung hinausgehen. Sie weckt die Sinne, hindurchzublicken, in der Hoffnung, unter den geringsten Dingen eine nackte Schönheit zu erblicken. Und tatsächlich wird es in seinem aufrichtigsten Zustand sein. Der einfachste Reiz, wo Dekoration am geringsten ist.

Die moderne Welt ist ein hypnotischer Haufen Neonlichter, die hell in den Augen der angepassten Massen leuchten. Doch manche fallen durch die Risse der lauten Glühbirne in ein kleines, persönliches Universum einfacher Freuden. Manche ziehen sich in kleinen Momenten zurück, andere richten sich eine Wohnung ein in der Abwesenheit weltlicher Verwicklungen, einen bescheidenen Zustand der Glückseligkeit.

Es ist eine der größten Freuden im Leben: die Freude, in der frühesten Stunde des Morgens aufzuwachen, mit dem Tagesanbruch um die Wette zu eilen, um die Höhe der Erde zu erklimmen. Und dort werden sie in all ihrer Majestät sein: eingehüllt in den Nebel, der die Geburt des Tages umgibt, schläfrige Gipfel erwachen zum ersten Blick des Sonnenaufgangs.
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